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Alarmübung im Altenheim

Details

Alarmübungen in besonderen Objekten

 

Alarmübungen sind die Trainingseinheiten der Feuerwehrleute. Sie haben einen besonderen Stellenwert in der Ausbildung. Zu aller erst werden die Maschinisten (Fahrer) in die Besonderheiten einer Alarmfahrt eingewiesen. Eine Alarmfahrt bedeutet immer einen enormen Stress. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Vorgehensweise sowie die Ortskenntnisse in den entsprechenden Objekten. Solche Übungen werden Vorrangig in Objekten wie Altenheimen, großen Bauernhöfe, Industriebetrieben und Schulen durch geführt.

 

Jährlich ereignen sich 40 – 50 Brände in Alten und Pflegeheimen. Dabei sterben 20 Bewohner und etwa 150 werden verletzt. Mehr als 60% der Brände entstehen zwischen 19:30 und 06:00 Uhr. Fast alle Brände haben ihre Entstehung in den Zimmern der Bewohner.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt, ist die Ausbildung des Personals, um bei einem Brand in Ruhe zu reagieren. Vor allen Dingen richtig reagieren.

Die Übung in der Seniorenresidenz hatte genau diese Schwerpunkte.

Keiner der Mitarbeiter wusste von der Übung.

Folgendes Übungsszenario wurde vorbereitet:

Ein Feuer im Küchenbereich, der sich im Keller befindet, mit starker Rauchentwicklung und mehreren vermissten Personen. Im Keller wurde die Nebelmaschine eingeschaltet. Kurz darauf meldete die Brandmeldeanlage ein Feuer. Dank ihrer guten Ausbildung, haben die Mitarbeiter sehr schnell den Brandherd lokalisiert. Dann wurde die Feuerwehr alarmiert. Laut unserem Alarmplan werden zuerst die Wehren Nordstemmen und Adensen alarmiert, sowie die Drehleiter aus Gronau. Alle weiteren Kräfte werden je nach Einsatzlage vom Einsatzleiter nachalarmiert. Auch wird der Rettungsdienst alarmiert. Falls es notwendig wird dass Bewohner evakuiert werden müssen. Natürlich gibt es nach den Brandschutzvorschriften für solche Einrichtungen die Vorgabe von Brandabschnitten in Gebäuden. Nur wenn es wirklich erforderlich ist werden Bewohner evakuiert. Sonst hält man die nicht betroffenen Bereiche Rauchfrei und lässt die Bewohner in ihren Zimmern. Wo sie natürlich betreut werden. Das war bei dieser Übung der Fall, da der Brand im Keller war.


Was manchmal den Unmut einzelner Person hervorruft ist die Sperrung der Straße. So eine Vollsperrung hat mehrere Gründe. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hat  immer Vorrang. Da sie immer wieder die Straße überqueren mussten um zur Verletztensammelstelle zu kommen. Natürlich muss auch sichergestellt werden, dass noch ausreichend Aufstellfläche für nachrückende Einsatzfahrzeuge vorhanden ist. Auch wollen wir verhindern das Gaffer an der Einsatzstelle rum laufen. Haben Sie Verständnis wenn die Straße wegen eines Feuerwehreinsatzes gesperrt ist. Sehen Sie davon ab, die Kameraden an einer Sperrung nach den Ereignissen zu fragen. Sie haben die strikte Anweisung keine Einzelheiten Preis zu geben.

 

Die Übung wurde gut strukturiert Abgearbeitet und alle Ausbilder waren sehr zufrieden.

Ein besonderes Lob gilt den Mitarbeitern des Heimes. Durch ihr schnelles und umsichtiges Verhalten wäre der Brand im Ernstfall schnell gelöscht worden.

 

 

   

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