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Jugend-Fw  

   

Wespen/Bienen/Hummeln/Hornissen

Details

Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen

Jeden Sommer häufen sich die Klagen über Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen. An süßem naschende Wespen oder ein Hummelnest im Schulhof sind einige Beispiele solcher Konflikte.

Alle sozialen Wespen- und Hummelarten bilden im Gegensatz zu der Honigbiene ein nur für wenige Monate bestehendes Volk. Häufig ist nicht bekannt, dass Wespen durch die Bejagung von Ernte-, Garten- und Forstschädlingen eine ökologisch und ökonomisch wichtige Bestandsregulation ausüben.

Der Bekämpfung störender Nester sind jedoch Grenzen gesetzt, denn die Hornissen (Vespa crabro) und die Hummeln (Bombus spec.) sind besonders geschützt. Sie dürfen grundsätzlich nicht ohne besondere Genehmigung bekämpft werden. Hier stehen oftmals hohe Geldstrafen auf die Vernichtung der Tiere.
Die größte Wespenart ist die Hornisse. Sie genießt nach dem Gesetz einen besonderen Schutz, weshalb bei Eingriffen / Umsiedlungen eine Genehmigung vom Regierungspräsidium erforderlich ist. Die Giftmenge und Toxität ist bei Hornissen und bei den Wespen gleich. Obwohl etwa 1000 Hornissen- oder Wespen-Stiche für einen gesunden (nicht allergisch reagierenden) Menschen lebensgefährlich sind, bestehen bei vielen Menschen meist vorher unbegründete Ängste. So gibt es das Gerücht, dass drei Hornissenstiche einen Menschen und sieben oder neun ein Pferd töten könnten. Auch gilt bei vielen Menschen immer noch, dass alle Wespen dem Menschen zu Leibe rücken, rücksichtslos zustechen und an Getränke und Speisen lästig herumfliegen.

Tipps bei Stichen
- Bei Schwellungen, die größer als eine Handfläche sind, dringend Arzt konsultieren. Bei stark zunehmender Schwellung und Rötung besteht die Gefahr einer allergischen Reaktion, die zu Kreislaufstillstand und zum Erstickungstod führen kann. Dann umgehend den Notruf wählen.
- Gift aussaugen und ausspucken
- kühlende Gels, Eisbeutel, kalte Umschläge helfen gegen Juckreiz und Schwellung
- Calciumbrausetabletten auflösen und trinken
- Stichstelle einreiben:
-> Zwiebelsaft (bei Wespen)
-> Japanisches Heilpflanzen-Öl (bei Hornissen),
-> Alkohol und Rhabarbersaft (bei Hummeln)

Vergleichen und Erkennen:

Wespe Biene Hummel Hornisse  
 

 


Wespen

Bei den Wespen wird unterschieden zwischen den Feldwespen die sehr selten sind, den Langkopf- sowie den Kurzkopfwespen. Der Unterschied zwischen der Langkopf- und der Kurzkopfwespe besteht im Abstand vom unteren Augenrand bis zum Kauwerkzeug und ist für den Laien schwer zu erkennen.

Der Nestzyklus der Langkopfwespe beginnt im Mai und dauert ca. zwei Monate. Sie bauen etwa fußballgrosse hängende Wabenetagen (Nester) aus einer papierartigen Holzmasse (zerkleinertes Holz mit Speichel vermengt). Hat das Nest bereits die beschriebene Größe erreicht ist eine Umsetzung wenig sinnvoll, weil der Nestzyklus ohnehin bald beendet ist.

Die Kurzkopfwespe hingegen baut ihr etwa doppelt so großes Nest hauptsächlich im Erdreich. Der Nestzyklus beginnt im April und dauert bis Ende Oktober. Wespen sind Allesfresser (Aas, erbeutete Insekten, süße Pflanzensäfte, Lebensmittel) und ein Nest kann 1.000 bis 10.000 Tiere beherbergen.

Grundsätzlich werden vorhandene Nester im folgenden Jahr nicht erneut besiedelt. Es ist aber möglich, dass sich Wespen über mehrere Jahre hinweg an der gleichen Stelle ein Nest errichten. Dies hängt in erster Linie von dem Standort ab. Bei einem Stich werden Alarmpheromone freigesetzt, die wiederum weitere Tiere anlocken und zum Stich animieren. Das Gift führt bei einigen Menschen zu einer allergischen Reaktion.

"lästige Wespen"
Gattung Kurzkopfwespen
Art Deutsche Wespe Gemeine Wespe
Bild
Größe 11-16 mm 11-15 mm
Nest Auf Dachböden, zwischen Mauer und Dämmung, unter Dächern, in Hohlräumen, verlassene Mäusegänge, Rollladenkästen, Zwischenwände, Dachböden etc.
Zyklus Mai-Oktober Mai-Oktober
Volk 1000-10000 Tiere 1000-5000 Tiere
Diese beiden Arten bauen Dunkelhöhlennester. Ihre unförmigen Nester sind meist versteckt in Hohlräumen. Diese Wespen kommen an Lebensmittel wie Obst, Kuchen, Fleisch, Getränke, Süßspeisen und sind deshalb dem Menschen lästig.

 

"nicht lästige Wespen"
Gattung Langkopfwespen
Art Hornisse Mittlere Wespe Sächsische Wespe Waldwespe Norwegische Wespe Rote Wespe
Bild siehe unten
Größe 20-40 mm 15-19 mm 11-15 mm 13-15 mm 12-15mm 10-15 mm
Nest ockerfarben, oval grau, kugelförmig grau, kugelförmig grau, kugelförmig grau, kugelförmig grau, kugelförmig
Zyklus Mai – Oktober Mai-September Mai-August Mai-August Mai-August Mai-August
Volk 100-1000 Tiere bis zu 250 Tiere 100-400 Tiere 100-300 Tiere 150-400 Tiere 200-500 Tiere
Die Langkopfwespe baut sogenannte "Freinester", sie sind an meist sichtbaren Stellen gebaut wie z.B. am Hausdach, im Vogelnistkasten, im Geäst von Hecken oder Bäumen, aber auch im Boden, hohlen Bäumen und Rollladenkästen. Diese Wespenarten interessieren sich im Allgemeinen nicht für unsere Lebensmittel und sind von daher im Regelfall "Gute Mitbewohner oder Nachbarn". Meiden Sie wenn möglich die Einflugschneise und die unmittelbare Nestnähe (bis zu 6m), dann können Sie gemeinsam mit den Wespen den Sommer "verbringen".

 

Wenn möglich, bitte ...

- Den natürlichen Lebensraum erhalten und für ausreichende Nistmöglichkeiten sorgen


- Nistkästen im Garten aufhängen, wo die Tiere niemanden belästigen können.


- Nützlichkeit der Wespen beachten und nur wenige (am Besten KEINE) Insektenvernichtungsmittel einsetzen


- Zur Fernhaltung im Mai den Rollladen oder andere potentielle Nistplätze mit Zitrus-Öl oder Chrysanthemen-Öl einreiben und "ungünstiege Nistplätze" rechtzeitig verschließen und/oder abdichten.


- Schlaf-/ Kinderzimmerfenster im Haus durch Fliegengitter verschließen (vorbeugen)

- Nicht nach Wespen schlagen, und sie auch nicht "wegpusten" das reizt die Tiere sehr stark.

- Wespen nicht mit der Fliegenklatsche jagen! Warten bis sie sich gesetzt hat, ein Glas drübestülpen und vorsichtig ein Blatt Papier zwischen Sitzplatz und Glas durchschieben. Dann das Tier im Freien wieder aussetzen.

- Passen Sie auch auf, das die Tiere sich nicht in Ihrer wehenden Haarpracht "verfangen", auch das wird sie agressiv stimmen.

- In den Wenigsten Fällen ist es nötig, den Aufwand zu betreiben, um ein Wespennest entfernen zu lassen (Kosten-Nutzen)


Hummeln

 

Hummeln bauen ihre Nester oft in Erdhöhlen und anderen unterirdischen Hohlräumen wie z.B. alte Hasen- und Mäusenester. Der Nestzyklus erstreckt sich von März bis August. Die Königin baut die erste Wabe aus Wachs und zieht dort die erste Generation von Arbeiterinnen heran und stirbt im Herbst. Königinnen sind die größten Tiere innerhalb eines Volkes. Ein Volk besteht bei Hummeln aus ca. 300 Tieren. Hummeln ernähren sich und ihre Brut mit Pollen und Nektar. Erkennbar sind sie meisst an ihren zwei gelben Streifen und dem weißen Hinterteil. Auch die Größe, bzw die Proportionen sind klar zu erkennen. Bei der Hummel erkennt man auch eine Art Pelz auf dem Körper.

 

Die Baumhummel gründet ihr Nest in Bäumen (alte Vogelnester aber auch im Dachgeschoß von Gebäuden). Sie haben typischerweise einen braunen bis schwarzen Brustkorb, ein schwarzes Abdomen und ein weißes Körperende.

  Länge Spannweite Rüssel
Königin 17 bis 20 mm 35 bis 38 mm 11 bis 12 mm
Arbeiterinnen 8 bis 18 mm 19 bis 32 mm 8 bis 10 mm
Drohnen 14 bis 16 mm 28 bis 32 mm 7 bis 9 mm

Hummeln sind in der Lage sich bei Gefahr gegenseitig zu alarmieren, gelten im Allgemeinen aber als ungefährlich.

Hummeln können beißen. Die Arbeiterinnen können auch mit ihrem Wehrstachel stechen; sie verfügen jedoch nur über einen relativ schwach ausgebildeten Stechapparat. Beim Stich wird ein Gift auf das Opfer übertragen. Viele Quellen geben an, dass Hummeln ihren Stachel zwar ausfahren können, es ihnen aber mangels oder aufgrund zu schwach ausgebildeter, notwendiger Muskeln, wie sie etwa Bienen haben, nicht gelingt, den Stachel aus eigener Kraft durch die Haut von Menschen zu stoßen. Tritt jemand auf eine Hummel, kann es jedoch durchaus zu einem Stich kommen, weil dann der Widerstand des Bodens die fehlenden Muskeln ausgleicht. Dasselbe ist auch beim Festhalten einer Hummel möglich.

Im Gegensatz zu den anderen staatenbildenden Stechimmen, die ihr Nest bei einer Störung und Gefahr gelegentlich auch sehr aggressiv verteidigen, stechen Hummeln eher selten. Das heißt, sie stechen nur dann, wenn sie sich wie zum Beispiel beim Quetschen ihres Körpers bedroht fühlen. Befürchten sie einen Angriff auf ihr Nest, legen sie sich bedrohlich brummend auf den Rücken. Wenn darauf kein Rückzug erfolgt, kann es auch zu Attacken mit Bissen und Stichen kommen. Die verschiedenen Hummelarten haben ein unterschiedlich ausgeprägtes Aggressionspotenzial, unter ihren Verwandten sind jedoch die Hummeln die friedlichsten Wehrstachelträger. In den Hummelnestern gibt es Milben, die als Nützlinge den Kot verwerten und damit für Hygiene sorgen. Hummeln gehören neben Bienen und Fliegen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten.

Ihre Temperaturunempfindlichkeit ermöglicht es Hummeln, weitaus länger als Bienen auf Nahrungssuche zu sein. Hummeln fliegen täglich in bis zu 18 Stunden bis zu 1000 Blüten an, um Nahrung zu suchen, selten mehr als zwei verschiedene Blütenarten je Flug. Einige Pflanzenarten, zum Beispiel Taubnesseln, werden ausschließlich von langrüsseligen Hummeln während der Nektarentnahme bestäubt. Sie bestäuben neben anderen auch viele Obstarten.


 

 

 

Sandbienen (Solitärbienen)

Königin Drohne Arbeiterin

Der Nestzyklus der Sandbienen erstreckt sich von Mai bis August. Sandbienen graben an sandigen Plätzen (z.B. Spielplätze, Kita) Gänge in den Boden und richten hierin ihre Nester ein. Erkennbar sind die Nester an vielen kleinen Löchern im Boden an deren Eingang sich kleine Sandhügel befinden. Von Sandbienen geht im allgemeinen keine Gefährdung aus. Sie stehen unter Naturschutz und ihre Nester können

nicht umgesetzt werden.Sollten Sie ein solches Nest in Ihrem Garten vorfinden, markieren Sie die Eingänge/ den Bereich drumherum und meiden Sie nach Möglichkkeit die Einflugschneisen und den Bereich um die Eingänge.


 

Mauerbienen (Solitärbienen)

Aus dem Namen leitet sich ab, dass Mauerbinen im Mauerwerk ihre Eier in vorhandene Risse und Löcher ablegen. Der Nestzyklus erstreckt sich hier ebenfalls von Mai bis August. Auch von Mauerbinen geht im allgemeinen keine Gefährdung aus. Sie können nicht umgesetzt werden.

 

Bienenvölker können eine maximale Volksstärke von bis zu 10.000 Tieren erreichen.


Hornissen

Oftmals wird eine Wespen- Königin mit einer Hornisse verwechselt. Die Hornisse ist lediglich als "Großwespe" anzusehen. Der Nestzyklus der Hornissen beginnt im Mai und endet im Oktober. Ein Hornissenvolk besteht aus 300 bis 1.000 Tieren. Sie ernähren sich von Insekten (unter anderem von Wespen!) und von Pflanzensäften - nicht von Frühstücksbrötchen! Hornissen sind etwa 3-4 cm groß und an ihrer bräunlich-gelben Färbung gut zu erkennen. Hornissennester können frühestens ab Mitte Juni umgesetzt werden. Hornissen "ziehen um" wenn der Platz für das vorhandene Nest zu klein wird. Das neue Heim wird dann als Sekundärnest bezeichnet. Etwa ein zehntel der Hornissen eines Stammes können stechen bis zu 800 Stiche sind nötig, um einem Mensche eine lebensbedohliche Giftmenge zu übertragen. Der Mythos der hohen Gefhärlichkeit der Hornisse ist längst wiederlegt.

 

   

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