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27.04.2018  Amtshilfe  in Nordstemmen, Hannoverscher Weg  
   

Jugend-Fw  

   

Festrede vom 17.01.1904

Details

Hochverehrte Festversammlung

Oftmals wird unser Leben verglichen mit einer Wanderung, mit einem Wege durch ein weites, unbekanntes
Land. Bergauf, bergab geht die Reise und manches Tal muß durchpilgert, manche Steile Höhe muß erklommen werden. Glücklich schätzen wir uns, wenn wir den Tag in Gemeinschaft mit lieben Freunden zurück legen können, denn allein wandert es sich gar schlecht. Sind wir dann auf der lichten Höhe des Berges angekommen, der eine schöne Fernsicht gestattet, dann machen wir ein wenig Halt, um rückwärts zu schauen auf den gemeinsam zurückgelegten Weg, und uns zu freuen über so manches überwundene Hindernis, um neuen Mut und neue Kraft zu schöpfen für die Weltreise.

 

Auf einer solchen lichten Höhe steht heute unsere Feuerwehr, die zurück blicken kann auf 25 Jahre gesegneter Tätigkeit. Zwar durchhallte dieserhalb schon im vergangenen Sommer Festjubel unseren Ort, aber es ist billig, daß unsere Silberbraut diesen ihren Ehrentag auch noch im engsten Familienkreise festlich begeht. Die Familie selbst ist groß, deshalb konnten nur die allernächsten Freunde geladen werden zu dieser Feier. Unsern Gemeindevorstand, sowie die als Vertreter dieser benachbarten Wehren erschienenen Kameraden heiße ich nebst all den anderen Gästen als solche Freunde des Vorstandes unser Feuerwehr herzlich willkommen.

Silberhochzeit feiern wir heute. Es war am 29. Dezember 1878, als sich 67 tapfere Männer und Jünglinge Nordstemmmens zusammen fanden, um eine freiw. Feuerwehr zu gründen. Wenn das entfesselnde Element zu verschlingen drohte, was der Mensch mit saurem Schweiß neuerworben, wollten sie auf den Plan treten und helfen, wo an Hilfe not. Wohl diszipliniert und zielbewußt, mit ruhigem Blut und tatkräftigem Mut gelobte die tapfere Wehr, der Wut des Feuers entgegen zu treten und nicht zu wanken und zu weichen, bis der Feind besiegt. Und dieses selbstlose Gelübde hat unsere Jubilare ein während 1/4 Jahrhunderts in der aufopferungsvollen Weise bestätigt.

Bei 19 Bränden trat sie in Tätigkeit 4 mal in Nordstemmen, je 3 mal in Rössing, Mahlerten und Heyersum, je 2 mal in Elze und Burgstemmen und je 1 mal in Poppenburg und Haus Escherde.

Auch versagte sie uns ihre Hilfe nicht, als am 3. Pfingsttage vorrigen Jahres unser Ort von einem furchtbaren Unwetter heimgesucht wurde. 67 betrug die Zahl der Mitglieder bei der Gründung, sie war im Jahre 1890 bis auf 50 gesunken und beträgt jetzt 90. Von den Gründern der Wehr sind 7 verstorben, 17 verzogen und 15 ausgetreten, während noch 28 heute ihre Mitglieder sind. Es ist eine besondere Gnade Gottes, daß wir eure so stattliche Schar von Jubilaren heute beglückwünschen können. Auch der Vorstand des Feuerwehrverbandes für die Provinz Hannover nimmt Veranlassung diesen wackeren Männern seine Anerkennung auszusprechen und jedem das Ehrenzeichen für 25 jährige Dienstzeit in der freiwilligen Feuerwehr zu verleihen.                                                             In dem Begleitschreiben heißt es: "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!" Mit diesem alten Wahrspruche der Feuerwehren nur hinein in das 2. Vierteljahrhundert.

Nunquam retrorsum! Niemal zurück!


Diese Inschrift trugen die Fahnen unserer Vorfahren. Niemals zurück! aber sei auch die Losung unserer freiwilligen Feuerwehr! Niemals zurück in den Schlendrian lascher Disziplin, denn: Eine Feuerwehr ohne straffe Zucht ist wie eine Mühle ohne Wasser. Darum niemals zurück! Nein Vorwärts! Vorwärts in Einigkeit, Vorwärts in Schwierigkeit, Vorwärts in Leichtigkeit und Schnelligkeit und Vorwärts in der Lieblichkeit, dabei denke ich an die schöne Hausmusik, die die Feuerwehr recht eifrig pflegt, und durch die auf das heutige Fest aufs schönste verherrlicht wird.

Ja, wie bisher, so auch in Zukunft möge unsere Kraft erprobt erfunden werden in allen Tugenden echter Feuerwehrmänner! Dann wird unsere Wehr auch ferner blühen und gedeihen zum Wohle unseres Ortes bis in ferne Zeiten. Möge es einer stattlichen Schar unserer Jubilare vergönnt sein, die goldene 50 zu erreichen. Und in diesem Wunsch stimmen sie alle mit mir ein in den Ruf: Unsere Silberbraut, die freiwillige Feuerwehr von Nordstemmen - sie lebe hoch!

 

Rede ist geschrieben von Kantor Kruse Nordstemmen

(Übersetzung aus der Sütterlin: Bernhard Dirkes, Neustadt)

 

 

   

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